Z3 Staatsexamen Zahnmedizin: Prüfungstipps, Ablauf & Kreuztechnik
Z3 Staatsexamen Zahnmedizin: Prüfungsablauf, Aufgabentypen, Kreuztechnik und Tipps für die 200 MC-Fragen. Von Zahnärzten erklärt.
Die schriftliche Prüfung im dritten Abschnitt der Zahnärztlichen Prüfung (Z3) ist für viele Studierende der Zahnmedizin eine der größten Herausforderungen des gesamten Studiums. 200 MC-Fragen in fünf Stunden — das erfordert neben solidem Fachwissen auch eine kluge Strategie. In diesem Leitfaden erklären wir dir den genauen Prüfungsablauf, die verschiedenen Aufgabentypen und bewährte Kreuztechniken, mit denen du deine Chancen auf das Bestehen deutlich erhöhst. Alle Informationen basieren auf den offiziellen Vorgaben der ZApprO und des IMPP, sind aber in unseren eigenen Worten zusammengefasst und mit praktischen Tipps aus der Prüfungserfahrung ergänzt.
Auf einen Blick: Die wichtigsten Fakten zum Z3
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Prüfung | Dritter Abschnitt der Zahnärztlichen Prüfung (Z3) |
| Rechtsgrundlage | ZApprO (Approbationsordnung für Zahnärzte und Zahnärztinnen) |
| Format | 200 MC-Fragen, Typ A (Einfachauswahl) |
| Antwortoptionen | 4 Optionen (A–D) |
| Dauer | 5 Stunden (1 Tag) |
| Zeit pro Frage | Durchschnittlich 1,5 Minuten |
| Bestehensgrenze | 60 % (120 von 200 Fragen) |
| Erste Durchführung | Ab Herbst 2026 |
| Veranstalter | IMPP (Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen) |
Detaillierte Informationen zu den Prüfungsterminen, dem Gegenstandskatalog und einem 10-Wochen-Lernplan findest du in unserem ausführlichen Artikel zum Staatsexamen Zahnmedizin 2026.
Aufgabentypen im Z3
Bevor du dich mit Lerninhalten beschäftigst, solltest du die Aufgabenformate kennen, die dich im Z3 erwarten. Wer das Format versteht, kann sich gezielt vorbereiten und verschenkt am Prüfungstag keine Punkte durch formale Fehler.
Typ A: Einfachauswahl (Standard)
Der mit Abstand häufigste Fragetyp im Z3 ist die Einfachauswahl, auch Typ-A-Frage genannt. Du bekommst einen Fragenstamm — häufig eine kurze klinische Beschreibung — und darunter vier Antwortoptionen (A bis D). Deine Aufgabe: Wähle die eine beste Antwort aus. Nicht die erstbeste, die irgendwie richtig klingt, sondern diejenige, die am umfassendsten, am spezifischsten oder am nächsten an der leitliniengerechten Versorgung liegt.
Das klingt trivial, ist es aber nicht. In vielen Fällen sind zwei oder sogar drei Optionen teilweise korrekt. Der entscheidende Unterschied liegt im Bestantwort-Prinzip, das wir weiter unten ausführlich erklären.
Aufgabenfolge (Fallvignetten)
Ein zweiter wichtiger Typ sind die sogenannten Aufgabenfolgen. Hier wird dir zunächst ein klinischer Fall beschrieben — zum Beispiel eine Patientin mit bestimmten Symptomen, Befunden und Vorerkrankungen. Auf diesen Fall folgen dann zwei bis drei eigenständige Fragen, die sich alle auf dasselbe Szenario beziehen.
Entscheidend ist: Obwohl die Fragen thematisch zusammenhängen, steht jede Teilfrage für sich. Eine falsche Antwort bei Frage 1 beeinflusst nicht die Bewertung von Frage 2 oder 3. Du kannst also auch dann Punkte holen, wenn du eine der Teilfragen nicht sicher beantworten kannst. Lies den Fall gründlich durch, aber verbringe nicht übermäßig viel Zeit damit — die relevanten Informationen stecken in den konkreten Fragestellungen.
Fragen mit Bildmaterial
Ein Teil der Prüfungsfragen bezieht sich auf Bildmaterial — histologische Schnitte, Röntgenaufnahmen, klinische Fotografien oder andere bildgebende Verfahren. Diese Bilder sind auf einer separaten Bildbeilage abgedruckt, die du zusammen mit dem Aufgabenheft erhältst. Die Frage verweist dann auf eine Abbildungsnummer (z. B. „Siehe Abb. 3 in der Bildbeilage").
Tipp: Schau dir bei solchen Fragen zuerst das Bild an, bevor du den Fragenstamm liest. So bildest du dir einen eigenen ersten Eindruck, ohne durch die Fragestellung in eine Richtung gelenkt zu werden.
Das Bestantwort-Prinzip verstehen
Das Bestantwort-Prinzip ist das zentrale Konzept jeder IMPP-MC-Prüfung, und im Z3 gilt es ebenso. Es besagt: Du wählst unter den vier angebotenen Optionen diejenige aus, die die Frage am besten beantwortet. Das heißt ausdrücklich nicht, dass die anderen drei Optionen komplett falsch sein müssen.
In der Praxis bedeutet das:
- Mehrere Optionen können teilweise richtig sein. Vielleicht stimmt Option B in einem Teilaspekt, aber Option D ist umfassender oder klinisch relevanter — dann ist D die Bestantwort.
- Du kannst nur aus A bis D wählen. Selbst wenn du der Meinung bist, dass eine fünfte, nicht aufgeführte Antwort eigentlich besser wäre, musst du dich auf die vier gegebenen Optionen beschränken.
- Die Fragen sind so konstruiert, dass eine Option klar die beste ist. Sie basiert auf dem aktuellen Stand des medizinischen Wissens und den geltenden Leitlinien. Es gibt also keine Fangfragen, bei denen alle Optionen gleich gut wären.
Die richtige Strategie: Lies immer alle vier Optionen vollständig durch, bevor du dich entscheidest. Vergleiche die Optionen miteinander und frage dich: Welche ist am spezifischsten? Welche trifft die klinische Situation am genauesten? Welche entspricht dem aktuellen Therapiestandard?
Merke: Lies immer alle 4 Optionen komplett durch. Die Bestantwort ist diejenige, die am umfassendsten, am spezifischsten für die klinische Situation oder am nächsten am Versorgungsstandard liegt.
Prüfungsablauf: Was dich am Prüfungstag erwartet
Der schriftliche Z3 findet an einem einzigen Tag statt. Du hast fünf Stunden Bearbeitungszeit für 200 MC-Fragen — ein Marathon, kein Sprint. Damit du am Prüfungstag keine bösen Überraschungen erlebst, hier der genaue Ablauf.
Material, das du erhältst
Zu Beginn der Prüfung bekommst du drei Dokumente:
- Aufgabenheft (Version A oder B) — enthält alle 200 Fragen mit den jeweiligen Antwortoptionen. Es gibt zwei verschiedene Heftversionen, in denen die Fragen in unterschiedlicher Reihenfolge angeordnet sind.
- Bildbeilage — ein separates Heft mit allen Abbildungen, auf die in den Fragen verwiesen wird (Röntgenbilder, histologische Schnitte, klinische Fotos etc.).
- Antwortbeleg — ein maschinenlesbarer Bogen, auf dem du deine Antworten markierst. Nur dieser Bogen wird ausgewertet.
Zwei Heftversionen gegen Täuschung
Die beiden Heftversionen (A und B) dienen der Täuschungsprävention. Die Fragen sind identisch, aber in unterschiedlicher Reihenfolge angeordnet. Achte unbedingt darauf, dass die Version auf deinem Aufgabenheft mit der Version auf deinem Antwortbeleg übereinstimmt. Wenn du Version B im Aufgabenheft hast, muss auch auf dem Antwortbeleg „B" angegeben sein. Eine Verwechslung führt dazu, dass alle deine Antworten falsch zugeordnet werden.
Was du nicht mitnehmen darfst
Es gilt ein striktes Hilfsmittelverbot. Du darfst Folgendes nicht mit in den Prüfungsraum nehmen:
- Taschenrechner
- Mobiltelefon oder Smartwatch
- Eigene Schreibunterlagen oder Nachschlagewerke
- Elektronische Geräte jeglicher Art
Du erhältst Bleistifte zum Markieren. Eigene Stifte sind in der Regel nicht erlaubt, da der Antwortbeleg maschinell ausgelesen wird und nur bestimmte Markierungen erkannt werden.
Wichtige Regel zum Aufgabenheft
Notizen im Aufgabenheft sind erlaubt und sogar empfehlenswert — sie helfen dir, bei schwierigen Fragen Optionen auszuschließen oder Fragen für die zweite Runde zu markieren. Aber: Nur der Antwortbeleg wird ausgewertet. Alles, was du ins Aufgabenheft schreibst, hat keinen Einfluss auf dein Ergebnis. Vergiss also nicht, deine Antworten rechtzeitig auf den Antwortbeleg zu übertragen.
Merke: Nur der Antwortbeleg zählt. Notizen im Aufgabenheft werden nicht gewertet. Übertrage deine Antworten sorgfältig und kontrolliere am Ende, ob jede Frage auf dem Antwortbeleg markiert ist.
Kreuztechnik: So bearbeitest du 200 Fragen in 5 Stunden
200 Fragen in 300 Minuten — das ergibt einen Durchschnitt von 1,5 Minuten pro Frage. Klingt machbar, aber in der Realität sind manche Fragen in 30 Sekunden beantwortet, während andere 3 bis 4 Minuten verschlingen. Ohne eine klare Strategie verlierst du wertvolle Zeit bei Fragen, die dich am Ende doch nicht weiterbringen. Die folgende Drei-Runden-Strategie hat sich in unzähligen IMPP-Prüfungen bewährt.
Die Drei-Runden-Strategie
Runde 1: Der schnelle Durchlauf (ca. 180 Minuten)
Gehe alle 200 Fragen der Reihe nach durch. Beantworte jede Frage, die du sicher oder mit hoher Wahrscheinlichkeit richtig lösen kannst — und zwar sofort. Markiere deine Antwort im Aufgabenheft und auf dem Antwortbeleg.
Bei Fragen, bei denen du unsicher bist oder länger als eine Minute nachdenken müsstest, machst du Folgendes: Markiere die Frage im Aufgabenheft deutlich (z. B. mit einem Stern oder Kreis neben der Fragenummer) und gehe weiter. Verschwende in der ersten Runde keine Zeit mit Grübeln. Das Ziel dieser Runde ist es, alle sicheren Punkte einzusammeln und dir einen Überblick über die gesamte Prüfung zu verschaffen.
Zeitrichtwert: Maximal 1 Minute pro Frage in Runde 1.
Runde 2: Die schwierigen Fragen (ca. 90 Minuten)
Jetzt kehrst du zu den markierten Fragen zurück. Du hast nun mehr Zeit pro Frage und — was oft unterschätzt wird — durch den ersten Durchlauf einen besseren Gesamtüberblick. Manchmal liefert eine spätere Frage einen Hinweis, der dir bei einer früheren hilft.
Nutze in dieser Runde das Ausschlussverfahren konsequent: Streiche im Aufgabenheft die Optionen durch, die sicher falsch sind. Wenn du von vier Optionen zwei ausschließen kannst, steht es 50:50 — und deine Chance auf einen Punkt ist deutlich besser als bei blindem Raten.
Zeitrichtwert: 2 bis 3 Minuten pro Frage in Runde 2.
Runde 3: Kontrolle und Übertragung (ca. 30 Minuten)
Die letzte halbe Stunde gehört der Qualitätssicherung. Überprüfe:
- Sind alle 200 Fragen auf dem Antwortbeleg markiert? Keine Frage auslassen — es gibt keine Minuspunkte.
- Stimmen die Fragenummern im Aufgabenheft mit den Nummern auf dem Antwortbeleg überein?
- Hast du versehentlich zwei Kreuze bei einer Frage gesetzt? Das wird als falsch gewertet.
- Sind deine Markierungen deutlich genug für die maschinelle Auswertung?
Falls du Fragen noch immer nicht beantworten konntest: Kreuze trotzdem etwas an. Bei vier Optionen hast du eine 25-%-Chance — das ist immer besser als 0 %.
Antwortbeleg korrekt markieren
Der Antwortbeleg ist ein maschinenlesbarer Bogen mit präzisen Anforderungen. Fehlerhafte Markierungen können dazu führen, dass eine korrekte Antwort nicht erkannt wird. Beachte daher folgende Regeln:
- Nur Bleistift verwenden. Kugelschreiber oder Filzstift sind nicht erlaubt.
- Kreuze deutlich und innerhalb des vorgesehenen Feldes setzen. Das Kreuz sollte das Kästchen ausfüllen, aber nicht darüber hinausragen.
- Bei Korrekturen: Radiere die alte Markierung vollständig und sauber aus, bevor du die neue setzt. Reste alter Markierungen können als Doppelkreuz erkannt werden.
- Nicht knicken, nicht beschädigen. Der Bogen wird maschinell eingelesen — Knicke, Risse oder Verschmutzungen können die Auswertung stören.
- QR-Codes und Randmarkierungen auf dem Antwortbeleg dürfen auf keinen Fall beschädigt oder überschrieben werden. Sie dienen der automatischen Zuordnung.
Inhaltliche Schwerpunkte nach Gegenstandskatalog
Der Gegenstandskatalog Zahnmedizin (GK ZM) definiert verbindlich, welche Themen in der Z3-Prüfung abgefragt werden können. Er orientiert sich an den Vorgaben der ZApprO und gliedert die Prüfungsinhalte in Fachgebiete mit unterschiedlicher Gewichtung. Die folgende Übersicht zeigt die ungefähre Verteilung der Schwerpunkte:
| Fachgebiet | Ungefähre Gewichtung |
|---|---|
| Pharmakologie (Arzneimittelinteraktionen, zahnmedizinisch relevante Medikamente) | ca. 25 % |
| Innere Medizin & Allgemeinmedizin (Systemerkrankungen mit Bezug zur Zahnbehandlung) | ca. 20 % |
| Mikrobiologie & Hygiene (Infektionen, Sterilisation, Antibiotika) | ca. 20 % |
| MKG-Chirurgie (Frakturen, Tumoren, Abszesse, Notfälle) | ca. 15 % |
| Pathologie (Tumorklassifikation, orale Pathologie) | ca. 10 % |
| Zahnerhaltung, Parodontologie, Prothetik | ca. 10 % |
Deskriptoren: Was genau wird geprüft?
Der Gegenstandskatalog nutzt ein System aus Deskriptoren, um für jedes Thema anzugeben, welcher Aspekt prüfungsrelevant ist:
- PA — Pathogenese: Wie entsteht die Erkrankung?
- D — Diagnostik: Wie wird sie erkannt und abgeklärt?
- T — Therapie: Wie wird sie behandelt?
- N — Notfall: Welche Notfallmaßnahmen sind erforderlich?
- P — Prävention: Wie kann man der Erkrankung vorbeugen?
Das bedeutet: Wenn bei einer Erkrankung nur die Deskriptoren D und T aufgeführt sind, musst du dich auf Diagnostik und Therapie konzentrieren — Fragen zur Pathogenese sind dann unwahrscheinlich. Dieses System hilft dir enorm beim gezielten Lernen.
Interdisziplinärer Fokus
Ein wesentliches Merkmal des Z3 ist seine stark interdisziplinäre Ausrichtung. Die Fragen verbinden häufig zahnmedizinisches und allgemeinmedizinisches Wissen. Beispiel: Du wirst nicht nur gefragt, wie du eine Extraktion durchführst, sondern was du bei einem Patienten unter oraler Antikoagulation beachten musst. Oder welche Wechselwirkungen zwischen einem Antibiotikum und der bestehenden Medikation des Patienten auftreten können.
Merke: Der Z3 ist keine rein zahnmedizinische Prüfung — fast die Hälfte der Fragen prüft medizinisches Wissen im zahnärztlichen Kontext. Pharmakologie und Innere Medizin sind die gewichtigsten Fächer.
Typische Fallbeispiele und wie du sie löst
Um das Bestantwort-Prinzip und die Kreuztechnik greifbar zu machen, hier drei typische Fallkonstellationen, wie sie in der Prüfung vorkommen können.
Fall 1: Pharmakologie — Extraktion unter Antikoagulation
Szenario: Ein 72-jähriger Patient nimmt seit drei Jahren einen direkten oralen Antikoagulans (DOAK) wegen Vorhofflimmern ein. Zahn 36 ist nicht erhaltungswürdig und soll extrahiert werden. Der Patient fragt, ob er das Medikament vorher absetzen soll.
So gehst du vor: Überlege, was die aktuelle Leitlinienempfehlung ist. Bei DOAKs und einfachen Extraktionen lautet die Empfehlung in der Regel, das Medikament nicht abzusetzen, sondern lokale Blutstillungsmaßnahmen einzusetzen. Suche unter den vier Optionen diejenige, die dieses Vorgehen beschreibt. Optionen, die ein generelles Absetzen oder eine Umstellung auf Heparin empfehlen, sind bei einem unkomplizierten Eingriff weniger zutreffend.
Fall 2: Innere Medizin — Systemerkrankung mit oraler Manifestation
Szenario: Eine 45-jährige Patientin stellt sich mit seit Wochen bestehender Mundtrockenheit, geschwollenen Speicheldrüsen und trockenen Augen vor. Laborchemisch fallen erhöhte ANA-Titer auf.
So gehst du vor: Die Kombination aus Xerostomie, Keratokonjunktivitis sicca und positiven ANA weist auf das Sjögren-Syndrom hin. Achte auf Distraktoren wie Sarkoidose oder Diabetes mellitus, die zwar ebenfalls Mundtrockenheit verursachen können, aber nicht das Gesamtbild erklären. Die Bestantwort ist die Option, die am genauesten zu allen genannten Befunden passt — nicht nur zu einem Teilaspekt.
Fall 3: Notfall — Patient kollabiert in der Zahnarztpraxis
Szenario: Ein 58-jähriger Patient wird während der Behandlung plötzlich bewusstlos, reagiert nicht auf Ansprache und atmet nicht normal.
So gehst du vor: Hier ist der Basic-Life-Support-Algorithmus gefragt. Die korrekte Reihenfolge lautet: Bewusstsein prüfen, Hilfe rufen, Atemwege freimachen, Atmung prüfen, Notruf absetzen, mit Herzdruckmassage beginnen (30:2). Optionen, die zunächst eine Medikamentengabe oder eine Diagnostik vorschlagen, sind falsch. Die Bestantwort beschreibt das sofortige Einleiten der Reanimation nach aktuellem Standard.
10 goldene Regeln für das Z3
Diese zehn Regeln fassen die wichtigsten Strategien für den Prüfungstag zusammen:
- Lies jede Frage komplett — inklusive aller 4 Optionen, bevor du dich entscheidest.
- Bestantwort = die beste Antwort, nicht die einzig richtige. Vergleiche die Optionen miteinander.
- Zeitmanagement einhalten: 1,5 Minuten pro Frage im Durchschnitt. Nicht bei einer Frage hängenbleiben.
- Erst denken, dann kreuzen. Lass dich nicht von der erstbesten plausibel klingenden Option verleiten.
- Negativ-Fragen genau lesen: Achte auf Formulierungen wie „am wenigsten wahrscheinlich", „nicht typisch" oder „trifft nicht zu".
- Klinischen Kontext beachten: Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen und Medikation des Patienten sind fast immer entscheidungsrelevant.
- Im Zweifel: Ausschlussverfahren. Streiche sicher falsche Optionen durch. Schon das Eliminieren einer Option verbessert deine Chancen erheblich.
- Antworten nur ändern, wenn du sicher bist. Studien zeigen, dass die erste Intuition häufiger richtig ist als eine nachträgliche Änderung aus Unsicherheit.
- Kein Muster suchen. Die Verteilung der richtigen Antworten auf A, B, C und D ist zufällig. Es gibt keine „richtige" Abfolge.
- Antwortbeleg am Ende komplett prüfen. Stelle sicher, dass jede der 200 Fragen markiert ist und keine Doppelkreuze vorhanden sind.
SCIORA Prüfungsvorbereitung nutzen
Die beste Vorbereitung auf den Z3 ist das regelmäßige Kreuzen von MC-Fragen im IMPP-Stil. SCIORA bietet dir genau das:
- MC-Fragen im IMPP-Stil: Jede Frage mit 4 Antwortoptionen (A–D), klinischen Fallvignetten und ausführlicher Erklärung jeder Antwortoption — damit du nicht nur weißt, was richtig ist, sondern auch warum die anderen Optionen falsch sind.
- Fach- und Gesamtprüfung: Trainiere gezielt einzelne Fächer oder simuliere eine komplette Z3-Prüfung mit Timer und 200 Fragen.
- Timer und Review-Modus: Übe unter realistischen Zeitbedingungen und analysiere anschließend deine Fehler.
Weitere Informationen zu Terminen, Lernplänen und der allgemeinen Prüfungsstruktur findest du in unserem Übersichtsartikel zum Staatsexamen Zahnmedizin 2026.
Darüber hinaus stellt SCIORA kostenlose Tools bereit, die dich in der klinischen Phase unterstützen:
- Laborwerte-Checker: Referenzbereiche und klinische Bedeutung aller relevanten Laborparameter auf einen Blick.
- Steroid-Rechner: Äquivalenzdosen-Berechnung für Glukokortikoide — hilfreich für Pharmakologie-Fragen und die klinische Praxis.
Nach der Prüfung: Auswertung und Ergebnisse
Nach der Prüfung werden die Antwortbelege vom IMPP maschinell eingelesen und ausgewertet. Dabei durchlaufen die Ergebnisse mehrere Schritte:
Maschinelle Auswertung
Die Antwortbelege werden in Mainz beim IMPP gescannt und automatisiert ausgewertet. Jede korrekt angekreuzte Bestantwort ergibt einen Punkt. Falsche oder fehlende Antworten werden mit null Punkten bewertet — es gibt keine Minuspunkte.
Statistische Qualitätskontrolle
Parallel zur Auswertung analysiert das IMPP die statistische Qualität jeder einzelnen Aufgabe. Fragen, die ungewöhnliche statistische Auffälligkeiten zeigen (z. B. wenn die Bestantwort von auffällig wenigen Prüflingen gewählt wurde), werden gesondert überprüft. In seltenen Fällen kann eine Aufgabe nachträglich aus der Wertung genommen werden, was sich zugunsten der Prüflinge auswirkt.
Ergebnismitteilung
Die Ergebnisse werden nicht direkt vom IMPP an die Studierenden verschickt, sondern an die zuständigen Landesprüfungsämter übermittelt. Diese benachrichtigen die Prüflinge dann auf dem üblichen Weg. Zwischen Prüfung und Ergebnismitteilung liegen in der Regel mehrere Wochen — vorzeitige Auskünfte werden weder vom IMPP noch von den Landesprüfungsämtern erteilt.
Einspruch bei fragwürdigen Aufgaben
Wenn du der Meinung bist, dass eine Prüfungsfrage fehlerhaft war oder die angegebene Bestantwort nicht korrekt ist, kannst du dies dem IMPP mitteilen. Dafür steht ein Webformular auf der IMPP-Website zur Verfügung. Wichtig: Dieser Hinweis muss innerhalb von 3 Kalendertagen nach dem letzten Prüfungstag eingereicht werden. Es handelt sich um einen informellen Hinweis, nicht um einen förmlichen Widerspruch im Rechtssinne.
Die Ergebnisse werden zudem auf der IMPP-Website veröffentlicht, sodass du die Gesamtstatistik des Prüfungsdurchgangs einsehen kannst.
Häufige Fragen
Wie viele Fragen muss ich richtig beantworten, um den Z3 zu bestehen?
Die Bestehensgrenze liegt bei 60 %. Bei 200 Fragen musst du also mindestens 120 Fragen korrekt beantworten. Es gilt eine absolute Bestehensgrenze — anders als in einigen humanmedizinischen Prüfungen gibt es derzeit keine relative Grenze, die sich am Durchschnitt des Jahrgangs orientiert.
Gibt es Minuspunkte für falsche Antworten?
Nein, es gibt keine Minuspunkte. Jede korrekte Antwort gibt einen Punkt, jede falsche oder fehlende Antwort null Punkte. Daraus folgt eine klare Strategie: Kreuze bei jeder Frage eine Antwort an, auch wenn du raten musst. Leer lassen ist immer die schlechteste Option.
Darf ich einen Taschenrechner mitnehmen?
Nein. Es sind keinerlei Hilfsmittel erlaubt — kein Taschenrechner, kein Mobiltelefon, keine Smartwatch, keine eigenen Schreibunterlagen. Die Aufgaben sind so konzipiert, dass sie ohne technische Hilfsmittel lösbar sind. Einfache Berechnungen (z. B. Dosisberechnungen) sind im Kopf oder auf dem Aufgabenheft durchführbar.
Was passiert bei Fragen mit Bildmaterial?
Für Fragen mit Bildmaterial erhältst du eine separate Bildbeilage zusammen mit dem Aufgabenheft. Die Fragen verweisen auf die entsprechende Abbildungsnummer. Die Bildbeilage enthält Röntgenaufnahmen, histologische Schnitte, klinische Fotos und andere bildgebende Darstellungen in ausreichender Druckqualität.
Wie lange dauert die Auswertung der Z3-Prüfung?
Zwischen dem Prüfungstag und der Ergebnismitteilung vergehen in der Regel mehrere Wochen. Die Antwortbelege werden maschinell ausgewertet und statistisch überprüft, bevor die Ergebnisse an die Landesprüfungsämter übermittelt werden. Vorzeitige Auskünfte sind nicht möglich — weder beim IMPP noch bei den Prüfungsämtern.
Kann ich Einspruch erheben, wenn ich eine Frage für fehlerhaft halte?
Du kannst dem IMPP über ein Webformular auf der IMPP-Website einen informellen Hinweis geben, wenn du eine Aufgabe für fehlerhaft hältst. Dieser Hinweis muss innerhalb von 3 Kalendertagen nach dem letzten Prüfungstag eingehen. Es handelt sich nicht um einen förmlichen Widerspruch, aber das IMPP prüft solche Hinweise und kann Aufgaben gegebenenfalls nachträglich aus der Wertung nehmen.
Quellen
- Approbationsordnung für Zahnärzte und Zahnärztinnen (ZApprO)
- IMPP — Gegenstandskatalog Zahnmedizin (GK ZM), Version 1.2, Januar 2026
- IMPP — Praktische Hinweise zur Durchführung der schriftlichen Prüfungen, 2. Auflage, Mai 2025
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