Klinisches Tool

Schwangerschaftsrechner
Geburtstermin & SSW berechnen

Berechnen Sie Ihren voraussichtlichen Entbindungstermin, die aktuelle Schwangerschaftswoche und wichtige Meilensteine nach der erweiterten Naegele-Regel.

Naegele-RegelDrei MethodenTrimester-AnzeigeKostenlos

Geburtsterminrechner

Berechnung nach Naegele-Regel, Eisprung oder Ultraschall

Berechnungsmethode
Erster Tag der letzten Periode
Datum des ersten Tages der letzten Monatsblutung
Zykluslänge (Tage)
Standard: 28 Tage (Bereich: 21–35)
Voraussichtlicher Entbindungstermin (ET)
--.--.----
Aktuelle SSW
--
Wochen+Tage
Trimester
--
--
Tage bis ET
--
Tage
Empfängnis ca.
--
geschätzt
Schwangerschaftsfortschritt (0–40 Wochen)
SSW 01. Trimester2. Trimester3. TrimesterSSW 40
Meilensteine der Schwangerschaft
Hinweis: Dieser Rechner ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Der tatsächliche Geburtstermin wird durch Ultraschall bestätigt. Nur etwa 4 % aller Babys kommen am errechneten Termin zur Welt.

Wie wird der Geburtstermin berechnet?

Die Standardmethode zur Berechnung des voraussichtlichen Entbindungstermins (ET) ist die Naegele-Regel, benannt nach dem Heidelberger Gynäkologen Franz Naegele (1778–1851). Sie geht von einer durchschnittlichen Schwangerschaftsdauer von 280 Tagen (40 Wochen) ab dem ersten Tag der letzten Monatsblutung aus.

Einfache Naegele-Regel

ET = Erster Tag der letzten Periode + 7 Tage − 3 Monate + 1 Jahr

Erweiterte Naegele-Regel

Die erweiterte Formel berücksichtigt, dass nicht jede Frau einen 28-Tage-Zyklus hat. Bei längeren oder kürzeren Zyklen verschiebt sich der Eisprung entsprechend:

ET = Erster Tag der letzten Periode + 7 Tage − 3 Monate + 1 Jahr + (Zykluslänge − 28) Tage
Beispiel: Bei einer Zykluslänge von 32 Tagen werden 4 zusätzliche Tage addiert, da der Eisprung später stattfindet. Bei einem 25-Tage-Zyklus werden 3 Tage abgezogen.

Berechnung ab Eisprung

Wenn das Eisprungdatum bekannt ist (z.B. durch Ovulationstests oder Temperaturmethode), kann der ET direkt berechnet werden:

ET = Eisprungdatum + 266 Tage

Berechnung ab Ultraschall

Beim frühen Ultraschall wird anhand der Scheitel-Steiß-Länge (SSL) das Gestationsalter bestimmt. Daraus lässt sich der ET rückrechnen:

ET = Ultraschalldatum − (SSW×7 + Tage) + 280 Tage

SSW berechnen — Schwangerschaftswochen verstehen

Die Schwangerschaftswoche (SSW) wird stets ab dem ersten Tag der letzten Monatsblutung gezählt — nicht ab dem Zeitpunkt der Befruchtung. Das bedeutet:

Schreibweise: SSW 32+4 bedeutet: 32 vollendete Wochen und 4 Tage. Das Kind befindet sich also in der 33. Schwangerschaftswoche. Das Konzeptionsalter (tatsächliches Alter des Embryos) liegt ca. 2 Wochen darunter, also bei 30+4.

Die korrekte Bestimmung der SSW ist entscheidend für die Schwangerschaftsvorsorge, da sämtliche Screening-Untersuchungen und Reifetests an bestimmte SSW-Fenster gebunden sind.

Die drei Trimester im Überblick

TrimesterSSWMonateWichtige Entwicklungen
1. TrimesterSSW 1–12Monat 1–3Organanlage, Herzschlag (SSW 6), Embryo wird zum Fötus (SSW 10), Ersttrimesterscreening (SSW 12)
2. TrimesterSSW 13–27Monat 4–6Geschlecht erkennbar (SSW 14–16), Organscreening (SSW 20), erste Kindsbewegungen spürbar, Lebensfähigkeit ab SSW 24
3. TrimesterSSW 28–40Monat 7–9Lungenreife (SSW 28–34), Senkung des Kopfes, Mutterschutzbeginn (SSW 34), Reifgeburt ab SSW 37

Wichtige Meilensteine der Schwangerschaft

SSWMeilensteinBedeutung
SSW 6Herzschlag nachweisbarIm Ultraschall sichtbar, Herzfrequenz ca. 100–120/min
SSW 12Ende FrühschwangerschaftErsttrimesterscreening (Nackenfaltenmessung), Fehlgeburtsrisiko sinkt deutlich
SSW 14–16Geschlecht erkennbarJe nach Lage des Kindes im Ultraschall bestimmbar
SSW 20Halbzeit / OrganscreeningGroßes Organscreening (Feindiagnostik), Hälfte der Schwangerschaft erreicht
SSW 24LebensfähigkeitBabys gelten als grundsätzlich überlebensfähig (Überlebensrate ca. 60–70 %)
SSW 28Lungenreife-FörderungAb jetzt Überlebensrate > 90 %; ggf. Lungenreife-Induktion bei Risiko
SSW 34Mutterschutz beginnt6 Wochen vor ET; weitgehende Organreife erreicht
SSW 37ReifgeburtFrühgeburt endet; ab jetzt gilt Geburt als termingerecht
SSW 40Errechneter ETVoraussichtlicher Entbindungstermin; nur 4 % kommen genau am ET
SSW 41+ÜbertragungEngmaschige Kontrolle; Einleitung wird ab ET+7 bis ET+14 besprochen

Wie genau ist der errechnete Geburtstermin?

Der errechnete Entbindungstermin (ET) ist ein statistischer Mittelwert, kein fester Termin. Die tatsächliche Schwangerschaftsdauer variiert individuell erheblich:

ACOG-Empfehlung: Die amerikanische Gesellschaft für Gynäkologie (ACOG) empfiehlt, den ET anhand eines frühen Ultraschalls zu bestätigen und bei Abweichung von mehr als 5–7 Tagen den ultraschallbasierten Termin zu verwenden.

Faktoren, die die Schwangerschaftsdauer beeinflussen, sind unter anderem:

Häufige Fragen (FAQ)

Ab wann rechnet man die SSW?
Die SSW wird ab dem ersten Tag der letzten Monatsblutung gerechnet — nicht ab der Befruchtung. In den ersten zwei SSW ist die Frau also streng genommen noch nicht schwanger. Das tatsächliche Alter des Embryos (Konzeptionsalter) liegt etwa zwei Wochen unter der SSW-Angabe.
Was bedeutet ET+7?
ET+7 bedeutet, dass der errechnete Entbindungstermin um 7 Tage überschritten ist. Ab diesem Zeitpunkt spricht man von Übertragung. Engmaschige Kontrollen (CTG, Fruchtwassermenge, Doppler) werden empfohlen, und eine Geburtseinleitung wird in der Regel besprochen.
Wann beginnt der Mutterschutz?
Der Mutterschutz beginnt in Deutschland 6 Wochen vor dem errechneten ET (also ca. SSW 34+0) und endet 8 Wochen nach der Geburt. Bei Frühgeburten, Mehrlingsgeburten oder Kaiserschnitt verlängert sich die Schutzfrist nach der Geburt auf 12 Wochen.
Was ist die Naegele-Regel?
Die Naegele-Regel (1812) ist die Standardformel zur Berechnung des Geburtstermins: 1. Tag der letzten Periode + 7 Tage − 3 Monate + 1 Jahr. Die erweiterte Variante addiert zusätzlich die Abweichung der individuellen Zykluslänge vom 28-Tage-Standard.
Wie genau ist der Geburtstermin per Ultraschall?
Ein früher Ultraschall (SSW 8–12) bestimmt das Gestationsalter mit einer Genauigkeit von ±3–5 Tagen. Im zweiten Trimester beträgt die Ungenauigkeit bereits ±1–2 Wochen, im dritten Trimester ±2–3 Wochen. Daher ist ein früher Ultraschall zur Terminbestimmung am zuverlässigsten.
Ab welcher SSW ist ein Baby überlebensfähig?
Ab SSW 24 gelten Frühgeborene als grundsätzlich überlebensfähig. Die Überlebensraten steigen mit jeder Woche deutlich: SSW 24 ca. 60–70 %, SSW 28 ca. 90–95 %, SSW 32 ca. 98 %. Ab SSW 37 gilt eine Geburt als termingerecht.

Quellen

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